21.04.2022

RCM Beteiligungs AG: Jahresauftaktquartal von Risikovorsorge aufgrund des Russland-/Ukrainekriegs geprägt

Konzerngewinn (EBT, HGB nicht testiert) liegt nach dem ersten Quartal bei 0,21 Mio. Euro (Vorjahresperiode 0,29 Mio. Euro)

Die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine haben die RCM Beteiligungs AG im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres zur Bildung einer den Reaktionen der weltweiten Kapital- und Devisenmärkte entsprechenden konzernweiten Risikovorsorge in Höhe von 1,51 Mio. Euro veranlasst. In Höhe von 1,13 Mio. Euro waren hiervon in Deutschland handelbare Aktien bzw. ADRs russischer oder in Russland tätiger Emittenten betroffen. Auch wenn die Gesellschaft davon überzeugt ist, dass die nach dem Ausbruch des Russland-/Ukrainekriegs in Deutschland noch festgestellten Kurse nicht dem realistischen Wert der betroffenen Unternehmen entsprechen, wurden diese Kurse zur Grundlage der Bewertung dieser Wertpapiere herangezogen. Auf die im Konzernportfolio befindlichen Anleihen russischer Emittenten sind die Zinszahlungen, soweit diese fällig waren, auch nach Kriegsausbruch erfolgt, daher sieht die Gesellschaft die Notwendigkeit für eine Abschreibung hier nicht gegeben. Obwohl die zeitweise stark unter Druck geratene russischen Landeswährung inzwischen wieder auf das Vorkriegsniveau zurückgekehrt ist, wurden auf die vorgenannten Anleihen vorsorglich die Währung betreffende Abschreibungen in einem niedrigen Umfang von ca. 0,1 Mio. Euro vorgenommen.

Verbunden mit der im Konzern erfreulich verlaufenen Immobiliengeschäftstätigkeit hat die RCM Beteiligungs AG als Konzernergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nach drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen im Bereich des Vorjahres liegenden Konzerngewinn (EBT) in Höhe von 0,21 Mio. Euro (Vorjahresperiode 0,29 Mio. Euro) erzielt. Nach Steuern stellt sich der Konzerngewinn auf 0,08 Mio. Euro (Vorjahresperiode 0,22 Mio. Euro).

Die Konzernumsatzerlöse legten nach drei Monaten auf 7,37 Mio. Euro (Vorjahresperiode 0,70 Mio. Euro) zu. Neben den Erlösen aus der inzwischen erfolgreich abgewickelten Verkaufstransaktion des in der Konzerntochtergesellschaft SM Domestic Property AG geführten Logistikprojektes in Deizisau bei Stuttgart in Höhe von 6,65 Mio. Euro sind hierin die im ersten Quartal mit 0,38 Mio. Euro (Vorjahresperiode 0,39 Mio. Euro) auf dem Niveau der Vorjahresperiode ausgewiesenen Mieterträge aus der Vermietung eigener Bestände enthalten.

Nachdem die Konzerntochtergesellschaft SM Domestic Property AG nun ihre letzte im Portfolio verbliebene Immobilie veräußert hat und der hieraus resultierende Gewinn in Höhe von 2,13 Mio. Euro aufgrund eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages vollständig innerhalb des Konzerns abzuführen ist, wurde der auf diese Gesellschaft noch aktivierte Firmenwert außerplanmäßig und nun letztmalig um 0,25 Mio. Euro abgeschrieben.

Für den Konzern der RCM Beteiligungs AG sind mit der erfolgreichen Transaktion der SM Domestic Property AG gleich mehrere geschäftsstrategische Vorteile verbunden. Neben einer höheren Profitabilität, die sich aus dem zukünftigen Wegfall der bisherigen linearen Firmenwertabschreibung sowie einem hohen und wieder neu investierbaren Eigenmittelrückfluss ergibt, können die Konzernstrukturen der Gesellschaft durch die nun mögliche Auflösung dieser Konzerntochtergesellschaft weiter verschlankt werden. Gleichzeitig werden durch einen zukünftigen Wegfall der SM Domestic Property AG weitere Kostenvorteile in Form von dann ersparten Gesellschaftsaufwendungen generiert.

Die wesentlichen Positionen im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (ohne Finanzgeschäft) sowie die Personalkosten haben sich im Konzern in etwa auf dem Niveau der Vorjahresperiode und damit planmäßig entwickelt. Im Rahmen von Um- bzw. Neufinanzierungen sind im Vorjahr nicht angefallene Finanzierungskosten in Höhe von TEUR 30 entstanden. Der Konzernzinssaldo, der in der Vorjahresperiode mit TEUR 13 leicht im Plus gelegen hatte, wird nahezu neutral ausgewiesen.

Auch die Geschäftsentwicklung der Einzelgesellschaft wurde in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres von den Auswirkungen des Russland-/Ukrainekriegs deutlich beeinflusst. So war in der Einzelgesellschaft eine Risikovorsorge entsprechend den für den ganzen Konzern angewendeten Bewertungsansätzen für das Wertpapierportfolio in Höhe von 1,11 Mio. Euro zu bilden. Diese betrafen u.a. in Höhe von 0,81 Mio. Euro in Deutschland handelbare ADRs bzw. Aktien russischer oder in Russland tätiger Emittenten sowie Abschreibungen aufgrund von Devisenkursveränderungen, die in Höhe von 0,07 Mio. Euro vorzunehmen waren. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stellt sich in der Einzelgesellschaft der RCM Beteiligungs AG damit nach dem ersten Quartal des Geschäftsjahres 2022 auf – 1,16 Mio. Euro (Vorjahresperiode + 0,35 Mio. Euro).

Die RCM Beteiligungs AG hat im laufenden Geschäftsjahr eine ihrer Beteiligungen im Internetbereich erfolgreich veräußert, wobei die kartellrechtliche Genehmigung der Gesamttransaktion, an der die RCM Beteiligungs AG beteiligt war, im laufenden Quartal erfolgen soll. Aus dieser Transaktion erwartet die RCM Beteiligungs AG mit ihrer Einzelgesellschaft nach Genehmigungserteilung einen Gewinnzufluss in Höhe von ca. 0,60 Mio. Euro, der dann voraussichtlich im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres gewinnwirksam werden wird.

RCM Beteiligungs AG                                                                                                                                 

Der Vorstand